Sommertheater auf der Zitadelle zu Peitz am Samstag 04.07.2026
Die Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen und theater 89 laden zu einem bissig-provokanten Theaterabend auf dem Veranstaltungsplatz der Amtsbibliothek Peitz ein. Unter dem Motto »Menschen bewegen: Altstadt schafft Verbindung« präsentiert theater 89 eine Komödie, die die vermeintlich aufgeklärte Gesellschaft hinterfragt und die Kluft zwischen Idealen und Wirklichkeit kritisch beleuchtet.
Jean-Baptiste Poquelin alias Molière
DER EINGEBILDETE KRANKE
Deutsch von Ludwig Fulda
Das Stück kontrastiert und komplementiert das wunderbar philosophisch-realistische Motto ALTSTADT VON MORGEN auf Zeiten übergreifende Weise. Der Text ist 350 Jahre jung und darf sich wiederholt beweisen. Er handelt von dem Hypochonder Argan, der sich nur einbildet, krank zu sein. Er zieht diverse Ärzte zu Rate, die die Einzigen sind, die ihm seine eingebildete Krankheit abnehmen und ihn unterstützen. Geduldig befolgt er alle Anordnungen seines Arztes. Dem kommt dieser Umstand sehr gelegen, und er verschreibt überflüssige Behandlungen gegen überteuerte Rechnungen …
Ein komödiantisches Feuerwerk, dessen Funken bis ins Heute sprühen …
Eine der berühmtesten Komödien des Pariser Theaterstars Molière und zugleich sein letztes Werk! In der Aufführung spielte die Rolle des Titelhelden der Dichter selbst. Doch bei der vierten Vorstellung, am 17. Februar 1673, erlitt er einen Blutsturz; er starb, noch in seinem Kostüm, nur wenige Stunden später.
Jean-Baptiste Poquelin, alias Molière; (* 15. Januar 1622 in Paris; † 17. Februar 1673 ebenda) – französischer Schauspieler, Theaterdirektor und Dramatiker. Er machte die Komödie zu einer der Tragödie potenziell gleichwertigen Gattung. Vor allem erhob er das Theater seiner Zeit zum Diskussionsforum über allgemeine menschliche Verhaltensweisen in der Gesellschaft.
Für Molière war das Theater auf den Straßen und den Marktplätzen von großer Bedeutung. Beeinflusst wurde es von der italienischen Commedia dell’Arte. Hier traten seit dem späten 16. Jahrhundert Gaukler und Akrobaten, Schauspieler, Tänzer und Musikanten auf und wetteiferten um die Gunst der Zuschauer.
Molière teilt es mit Shakespeare, dass bis auf einige Unterschriften keine Zeile seiner Hand, kein Manuskript, kein Brief auf uns gekommen ist. Trotzdem ist es der unermüdlichen Forschung gelungen, sein Leben bis auf einige Dunkelheiten aufzuhellen. Sehenswert der Film MOLIÈRE von Ariane Mnouchkine von 1978!




















