Die große Lutkitour

Der Hintergrund der Lutkitour entspringt aus der Sage der Lutki, welche ein geselliges, fröhliches, wohltätiges Volk sind. Die Definition für Lutki ist aus zahlreichen Quellen zu entnehmen. Hierzu werden sie als „Kleine Leute“ bezeichnet. Dieser Begriff stammt aus dem slawischen und kann auch eine Bezeichnung für arme und einflusslose Menschen sein. Die Winzlinge lebten in den sandigen Höhlen der Niederlausitz und scheuen das menschliche Leben. Häufig kamen sie ins Dorf und borgten sich etwas. Dabei waren sie bestrebt dies schnellstmöglich zurück zugeben und ein Geschenk für den Bürger mitzubringen. Zudem waren die Lutki hilfsbereit und tüchtig. Die Kirchenglocken der Dörfer mieden sie soweit es ging.

Ihre Existenz ist mittels Urnengefäße belegt. Urnenfelder mit tönernen Gefäßen wurden aufgefunden und ihnen zugeschrieben. An den Gefäßen befinden sich kleine Henkel, welche für die winzigen Hände der Luttchen gemacht waren. Ebenso deutete der Leichenbrand in den Tongefäßen mit kleinen Knochenresten auf dieses Volk. Meist fand man diese Hinterlassenschaften in der Nähe der gegenwärtigen Siedlungen. Belegt sind sie für zahlreiche Orte in der Niederlausitz, darunter Tauer und Ottendorf (gegenwärtiger Stadtteil von Peitz).

Tourdetails

Wegpunkte

Historisches Rathaus Peitz

Als Rats- und Schulhaus im Jahre 1805 fertiggestellt, wurde das Gebäude später auch als Gericht genutzt. Heute ist im Rathaus die Touristinformation erste Anlaufstelle für Gäste. Im Ratssaal geben sich jedes Jahr viele Paare das Ja-Wort...

Evangelische Kirche Tauer

Eine idyllisch auf dem historischen Friedhof gelegene Dorfkirche von 1790. Im Inneren ein noch älterer Kanzelaltar sowie eine kleine Orgel aus der Mitte des 19. Jahrhunderts...

Der Großsee

Ein natürliches Gewässer, inmitten eines Waldgebietes. Der Sandstrand und kristallklares Wasser laden zum Badevergnügen ein. Auch Campingfreunde finden hier ihr Domizil. Der angrenzende Naturpark Schlaubetal lässt sich am besten mit dem Fahrrad erkunden...

Evangelische Kirche Drewitz

Eine kleine klassizistische Dorfkirche auf dem Dorfanger. Im Turm eine Glocke von 1648, dem Friedensjahr nach dem Dreißigjährigen Krieg. An der Südfassade sind barocke Grabplatten eingefügt. Der schlichte Innenraum wird von einem Kanzelaltar dominiert...

Evangelische Kirche Heinersbrück

Neugotische Backsteinkirche mit hohem, schlanken Turm. Im Innenraum fällt die Zweischiffigkeit auf. Schlanke Granitsäulen tragen die Gewölbe. Die Ausstattung aus der Zeit um 1900 ist fast vollständig erhalten. Lediglich die alte Sauer-Orgel wurde 1945 zerstört. Die heutige Orgel stammt aus einer Berliner Villa und wurde der Gemeinde geschenkt...

Evangelische Kirche Neuendorf

Das Gotteshaus, aus Granitquadern erbaut, wirkt sehr solide und beinahe wehrhaft. Die "Kirche zur wahren Hoffnung" entstand in den 1950er Jahren...

Die Peitzer Teiche

Deutschlands größtes zusammenhängendes Teichgebiet mit einzigartiger Fauna und Flora. Bekannt durch die langjährige traditionelle Fischzucht und den beliebten Peitzer Spiegelkarpfen. Ein Paradies für Ornithologen, für Naturliebhaber und Ruhesuchende...

Eisenhütten- und Fischereimuseum

Das historische Eisenhüttenwerk an den Peitzer Teichen wurde um 1550 in der Regierungszeit des Markgrafen Johann von Küstrin gegründet. Das wertvollste Gebäude ist die von 1810 erhaltene Hochofen- und Gießereihalle, in der früher Raseneisenstein zu Eisenguss und Schmiedeeisen verarbeitet wurde. Heute ist sie ein technisches Museum...