Das kleinste slawische Volk stellt sich vor...

Sie sind das kleinste slawische Volk und Nachfahren jener slawischen Stämme, die im Zuge der Völkerwanderung vor mehr als 1400 Jahren das Land zwischen Oder und Elbe/Saale, zwischen Ostsee und den deutschen Mittelgebirgen besiedelten. Nach dem Verlust der politischen Selbstständigkeit im 10. Jahrhundert verringerte sich ihr Siedlungsgebiet durch Assimilation und durch eine zielgerichtete Germanisierung. Lediglich den Nachkommen der oberlausitzer Milzener und der niederlausitzer Lusizer ist es gelungen, bis in die Gegenwart ihre sorbisch/wendische Sprache und Kultur zu erhalten. Die Sorben/Wenden haben kein Muttervolk in den angrenzenden Staaten.

Heute leben noch ca. 60.000 Sorben/Wenden in den Regionen Ober- und Niederlausitz. Sie gelten als Minderheit im eigenen Land und sprechen verschiedene Dialekte. Die obersorbische Schriftsprache auf der Grundlage des um Bautzen gesprochenen Dialektes als verbindliche Norm im sorbischsprachigen öffentlichen Verkehr in der Oberlausitz und in der Niederlausitz das Niedersorbische auf der Basis des Cottbuser Dialektes. Im Grenzgebiet des Ober- und Niedersorbischen ist ein Übergangsdialekt entstanden, der Elemente beider Sprachen in sich vereint.

(in Auszügen aus: „Sorben/Wenden“ der LODKA, 2001 und „Sorben/Wenden in Deutschland“ von der Sorbischen Kulturinformation Bautzen, 2001)

Weitere Informationen zu den Sorben/Wenden erhalten Sie unter www.tourismus-sorben.com sowie unter www.domowina.de