Hochofenhalle und Gießerei

Die Hochofen- und Gießereihalle wurde 1809/1810 errichtet. Das Eisenhüttenwerk stand Anfang des 19. Jahrhunderts von 1807 bis 1813 unter sächsischer Verwaltung. Die Pläne für die neue Halle stammten allerdings im Wesentlichen aus preußischer Feder. Hervorzuhaben ist das geschweifte Bohlenbinderdach. Die besondere Dachkonstruktion entstand nach der Idee des preußischen Architekten David Gilly. Diese kostengünstige Konstruktion erlaubte zudem eine günstige Ausnutzung des Raumes. Ursprünglich war die gesamte Halle eine Fachwerkkonstruktion. Noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Hauptfassade massiv im Stil des Klassizismus umgestaltet. Im Zentrum der Halle steht der gemauerte Hochofen, dessen Oberofen wie ein Turm aus dem Dach der Halle ragt. Von hier hat man eine schöne Aussicht auf das Teichgebiet.  Neben dem Hochofen befinden sich zwei Kupolöfen in der Halle. Besonders interessant ist das funktionstüchtige Doppelzylindergebläse, welches ursprünglich mit Wasserkraft betrieben wurde. Zwei Balkenkräne vervollständigen die originale Innenausstattung des wertvollen technischen Denkmales.     

Blick längs durch die Hochofenhalle
gespannte Besucher in der Hochofenhalle
alles bereit zum Formsandgießen in der Hochofenhalle
die zwei Hochöfen - Kernstücke der Gießerei
Hochofenhalle von der Ostempore aus