Hahnrupfen

Zur Erntezeit, in den Monaten August/September gibt es dann wieder einen spektakulären Höhepunkt: das Hahnrupfen (Kokot). In einigen Gemeinden wird statt des Hahnrupfens auch das Hahnschlagen durchgeführt.

Beim traditionellen Hahnrupfen wird eine Pforte, bestehend aus drei Stämmen mit Eichenblättern geflochten, eine Erntekrone und Kränze für das Pferd und den Reiter. Am Vormittag des Hahnrupfens wird von den Männern der Jugend die Pforte aufgestellt. In einem Umzug marschieren die Mädels in Trachten, Reiter und Kutscher vom Treffpunkt zur Festwiese. Zu Beginn wird der tote Hahn, sowie kleine Trostpreise an der Pforte befestigt, dann folgen einige proberunden für Reiter und Pferd. Es wird unter der Pforte durchgeritten und Sieger oder Erntekönig ist, wer den Kopf des toten Hahns erbeuten konnte. Der Zweitplatzierte und Drittplatzierte sind diejenigen, welche die Flügel des toten Hahns ergattern. Nachdem die Sieger feststehen dürfen diese sich mit verbundenen Augen und nach kurzer Drehung ihre Ernteköniginnen aussuchen. Beim anschließenden Tanz feiern alle zusammen das traditionelle Fest mit schwungvoller Musik und schönen Tänzen.